Die Schweiz behauptet ihren ersten Platz im Global Innovation Index (GII). Den gibt die Weltorganisation für geistiges Eigentum (Wipo) in Genf zusammen mit den Elite-Hochschulen Cornell in den USA und Insead in Frankreich heraus. Deutschland landet wie 2017 auf Platz 9 unter 126 untersuchten Ländern.
Gemessen werden 80 Indikatoren, darunter Patentanmeldungen, App-Entwicklungen für Smartphones, Bildungsausgaben und wissenschaftliche Veröffentlichungen. Hinter der Schweiz landen die Niederlande und Schweden auf Platz 2 und 3, vor Großbritannien, Singapur, den USA, Finnland und Dänemark, auf Platz 10 lag Irland. Unter den Top 10 verschob sich nur die Reihenfolge leicht.
China ernte nun die Früchte der strategischen Entscheidung, im Land Weltklassevoraussetzungen für Innovationen zu schaffen, so Wipo-Chef Francis Gurry. Schwächen Deutschland seien unter anderem, dass das Firmengründen zu kompliziert sei und dass es an neuen Geschäftsmodellen hapere, heißt es in dem Bericht.
Deutschland sei in einer guten Position, urteilte die Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA), Cornelia Rudloff-Schäffer. „Diese stabile Position könnten wir noch ausbauen, wenn Industrieunternehmen und der größere Mittelstand in Deutschland sich wie die Innovatoren in China und anderen Staaten stärker auch auf den Schutz von Innovationen ausrichteten.“