Hauptmanko sei, dass viel zu wenig Zeit für das Einregulieren der komplexen Systeme für Tests und Abnahmen vorgesehen sei. „Allein dafür braucht man neun bis zwölf Monate.“ Und erst danach könne der eigentliche Probebetrieb mit Komparsen beginnen, für den man ebenfalls mindestens neun Monate kalkulieren müsse.
Die Betreiber des Hauptstadtairports planen bisher eine Eröffnung für 2017. Ob das noch klappt, will Flughafenchef Karsten Mühlenfeld bei der nächsten Aufsichtsratssitzung am 22. April bekannt geben.
Im März haben die Verantwortlichen für Planung, Genehmigung und Bau laut einem Bericht der „B.Z. am Sonntag“ in einem Workshop einen neuen „optimierten Terminplan“ erarbeitet. Das Blatt zitiert aus einem vertraulichen Papier vom 24. März, worin eine Eröffnung 2017 trotz monatelangen Verzugs der Arbeiten für möglich gehalten werde. Allerdings würden Dutzende Prämissen für die Einhaltung des Termins aufgelistet. So müssten Planungsarbeiten bis spätestens zum 1. Juli beendet sein, die derzeit schleppenden Bauarbeiten um zwei Monate beschleunigt werden und die Firmen ausreichend Arbeiter schicken.
Selbst die BER-Toiletten würden dem Papier zufolge den
Terminplan gefährden, falls neu entdeckte Brandlasten in den Decken nicht rechtzeitig entfernt werden, schreibt das Blatt. Zudem müsste die Bauaufsichtsbehörde Anträge künftig zügig und ohne
Auflagen genehmigen.
Faulenbach, der ein Consulting-Büro betreibt, war bis 1999 an der Planung des neuen Flughafens Berlin Brandenburg International beteiligt. Er arbeitete auch als Gutachter für die Anwohner des Flughafens.