In 13 Städten war der Preisanstieg sogar zweistellig. Besonders kräftig erhöhten sich die Immobilienwerte in den Industriezentren Guangzhou und Shenzhen, wo die Jahresrate bei je zwanzig Prozent lag. In der Hauptstadt Peking betrug der Zuwachs 16 Prozent, in der Finanzmetropole Shanghai 17 Prozent. Zu Jahresbeginn hatten die Preissteigerungen noch im niedrigen einstelligen Bereich gelegen.
Der chinesische Immobilienmarkt gilt zusammen mit dem großen und weitgehend unregulierten Schattenbankensektor sowie der hohen Verschuldung der Provinzen als Achillesferse der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Die Gefahren, die von Preisblasen an Vermögensmärkten ausgehen können, sind erheblich.
Sowohl in der weltweiten Finanzkrise als auch in der europäischen Schuldenkrise haben Übertreibungen im Immobilienbereich eine Schlüsselrolle gespielt. Der Häusermarkt ist für die chinesische Wirtschaft von hoher Bedeutung, da er für einen wesentlichen Teil des Wachstums verantwortlich ist.