Das sagte ein Sprecher der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft. Zuvor hatte der Berliner „Tagesspiegel“ vorab darüber berichtet.
Die Bitcoins - komplex verschlüsselte Zeichenfolgen - lagerten auf Rechnern, mit denen im sogenannten Darknet illegale Geschäfte gemacht worden waren. Sie sollen zum Drogenhandel auf Plattformen wie Hydra und Silkroad 2.0 verwendet worden sein. Bei dem noch vor Weihnachten geplanten Verkauf würde die Staatskasse von den zuletzt stark gestiegenen Kursen profitieren: Statt weniger als 50 000 Euro sind die Bitcoins inzwischen 1,9 Millionen Euro wert.
„In diesem Fall war die lange Lagerzeit vorteilhaft“, sagte Oberstaatsanwalt Alexander Badle der Deutschen Presse-Agentur. Die Justiz habe aber nicht auf steigende Kurse spekuliert, sondern zunächst darauf warten müssen, dass die rechtlichen Voraussetzungen für einen Verkauf der Bitcoins vorliegen. Dafür müsse ein Gericht wie bei anderen Vermögensgegenständen rechtskräftig den Verfall zugunsten der Staatskasse feststellen. Nun werde so rasch wie möglich verkauft.