„Die Forschung zeigt, dass Männer eher Technologie als Spaß empfinden und lernen“, sagte Gardner der Nachrichtenagentur dpa. Der neue Editor könne daher helfen, mehr Frauen zur Mitarbeit zu bewegen. Laut einer Wikimedia-Umfrage unter rund 5300 Mitarbeitern sind 91,5 Prozent der Freiwilligen in dem Mitmach-Projekt Männer.
Das Programm zeigt Bearbeitungen so auf dem Bildschirm an, wie sie im Artikel erscheinen - bislang müssen Nutzer ihren Text in einer bestimmten, relativ komplizierten Syntax eingeben. Die Entwicklung der Software zieht sich bereits über mehrere Jahre. Allerdings wird sie nicht gleich allen Nutzern zur Verfügung stehen: Erst werde von erfahrenen Nutzern getestet, ob es Probleme gebe, sagte Gardner.
Wikipedia geht zudem an Schulen und Universitäten, um neue Nutzer zu gewinnen und dabei mehr Frauen zu erreichen als derzeit. „Forschungsergebnisse zeigen, dass Männer sich auch ohne besondere Einladung engagieren. Frauen tendieren dazu, dass sie eingeladen werden wollen. Wir versuchen daher eine Umgebung zu schaffen, in der wir die Nutzer um Hilfe bitten und sie bestärken, wenn sie etwas tun“, sagte Gardner.