Das Buch erzählt die Geschichte eines syrischen Militärfotografen, der Zehntausende Fotos von Ermordeten aus den Kerkern des Assad-Regimes kopiert und außer Landes geschmuggelt hat.
„Dies ist eine so schöne Anerkennung für all jene, die dort unten in Syrien und hier in Europa dafür kämpfen, den zu Tode gefolterten, verhungerten oder von Bomben zerfetzten Männern und Frauen eine Stimme zu geben“, sagte La Caisne.
Die Jury des mit 10 000 Euro dotierten und am Montagabend verliehenen Preises schrieb in ihrer Begründung, das Buch erspare dem Leser die Bilder der verhungerten, verstümmelten, verbrannten Leichen und sei dennoch Zeugnis eines überragenden Mutes sowie eine Dokumentation der bürokratischen Obsession eines verbrecherischen Regimes. Der Landesverband Bayern des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergibt den Geschwister-Scholl-Preis gemeinsam mit der Stadt München.