Hinter der manchmal albernen Heiterkeit seiner frühen Werke verbarg sich tiefe Ernsthaftigkeit, die sich später verfestigte. Nach dem Unfalltod seines Freundes, des Komponisten und Musikkritikers Pierre Octave Ferroud (1900-1936), komponierte Poulenc fast nur noch religiöse Kompositionen wie die grausig endende Oper „Die Gespräche der Karmeliterinnen“, die die Kraft des Wahrhaftigen ausstrahlen.
Anlässlich des 50. Todestags Poulencs ist eine CD-Box mit seinem Gesamtwerk erschienen. Man erlebt den glänzenden Pianisten Poulenc noch selbst am Klavier. Legendär ist die Opern-Einspielung der „Karmeliterinnen“ unter Pierre Dervaux. Die 20 Alben umfassende Box im unteren Preissegment bietet dem Hörer eine Entdeckungsreise ins musikalische Paris des frühen 20. Jahrhunderts. Francis Poulenc: Oeuvres complètes, EMI Classics, 20 CDs, um 1300 min.