Die Gemeinde Marino bei Rom hatte zu Ehren ihres berühmten Mitbürgers zu einem offiziellen Zeichen der Trauer aufgerufen, mit einer Schweigeminute in öffentlichen Dienststellen, Schulen und in Unternehmen. Die Geschäfte waren aufgefordert, in den Stunden der Begräbniszeremonie die Rollläden herunterzuziehen. Der Zug mit dem Leichnam des am 26. Oktober in Dresden gestorbenen Komponisten führte am Nachmittag von der Residenz Henzes zum Gemeindefriedhof von Marino.
Henze war Ende Oktober während einer Konzertreise zusammengebrochen. Dies war eine Spätfolge einer Parkinson-Erkrankung. Nach wenigen Tagen starb er im Krankenhaus in Dresden. Zu den bekanntesten seiner über 130 Werke gehören die 9. Symphonie und die Oper „Die Bassariden“.