Der Scala-Präsident Giuliano Pisapia, der auch Bürgermeister der lombardischen Hauptstadt ist, gab zwei Gründe für diese Entscheidung des Verwaltungsrates vom Mittwoch an. Zum einen habe es die ausdrückliche Forderung der Stadt gegeben, im Jahr ihrer Weltausstellung 2015 einen „operativen Chef“ an der Spitze des Opernhauses zu haben. Die Vorverlegung habe für die Scala auch finanzielle Vorteile, weil das Gehalt des Wieners niedriger sei als das des amtierenden Intendanten Stéphane Lissner. Den Übergang in Mailand wollen beide problemlos abwickeln, Lissner übernimmt die Nationaloper in Paris.
Pereira ist noch Intendant der Salzburger Festspiele. Sein Vertrag in der Mozartstadt wäre ursprünglich bis 2016 gelaufen, wurde aber zum Ende September 2014 vorzeitig aufgelöst.