Familienministerin Franziska Giffey (SPD) will diese Dienste nun attraktiver machen. Das ist zweifellos der bessere Weg als ein allgemeines Pflichtjahr, wie es die Union ins Spiel gebracht hat. Ein ziviler Dienst sollte auf Überzeugungen beruhen, nicht auf Zwang.
Was sich bei Giffey jetzt „Jugendfreiwilligenjahr“ nennt, ist eine sinnvolle Ergänzung etwa zum Bundesfreiwilligendienst oder dem Freiwilligen Sozialen Jahr. Vorwerfen muss man ihr aber, dass ihre Idee auf absehbare Zeit keine Chance auf Verwirklichung hat, denn der Bundeshaushalt für 2019 wurde bereits verabschiedet. So deutet vieles darauf hin, dass die SPD mit Giffeys Konzept in den nächsten Bundestagswahlkampf ziehen wird – als klare Alternative zum Pflichtjahr.