Bei fünf Abstimmungen an einem hektischen Abend und zahllosen Telefonaten zwischen Wahllokal und Wahlamt ist das allerdings auch menschlich. Dass im Laufe des Wahlabends erste Korrekturen vorgenommen wurden, ist in Ordnung. Dass aber eine Wählergruppe augenscheinliche Fehler erst überprüfen lassen muss, macht den Gesamtvorgang dann aber peinlich.
Als ob das nicht schon genug wäre, muss das Chaos im Wahlausschuss vergrößert werden. Da reicht ein Blick eines Politikers auf Zahlen, dass da auch im Zwischenverhältnis von Grünen und FDP in einem Wahlkreis etwas nicht stimmen kann. Und dieser Eindruck stimmt. Und wieder wird gezählt. Und wieder wird korrigiert. Für die Verwaltung ist das eine Blamage. Es ist natürlich, dass bei diesem Kuddelmuddel die leidtragende Partei Widerstand ankündigt. Da gibt es Diskussionsbedarf im Rathaus.