Der Angeklagte hat eisern geschwiegen. Im Auto des Angeklagten waren Blutspuren des Opfers gefunden, der Wagen in der Tatnacht in der Nähe gesehen worden. Die Cousins hatten tagsüber mehrfach miteinander telefoniert. Zudem hatten Leichenspürhunde bei einer Hausdurchsuchung an der Waschmaschine des 28-Jährigen angeschlagen.
„Es ist eine ganze Menge an Motiven denkbar“, sagte Ridder weiter. Unter anderem drohte herauszukommen, dass der Verdächtige in seinem Studium Leistungsnachweise gefälscht hatte. Außerdem wurden auf seinem Computer Nackfotos von Schülerinnen gefunden, die er vor dem Sportunterricht heimlich in der Umkleide gemacht hatte.
Der Aushilfssportlehrer war einen Monat nach der Tat verhaftet worden. Nach seiner Festnahme hatte er die Vorwürfe bestritten und sich im Prozess nicht geäußert. Die Tatwaffe wurde nicht gefunden. Am kommenden Montag soll zunächst die Verteidigung plädieren und im Anschluss das Urteil verkündet werden.