Wie berichtet, hatte die Lebensmittelüberwachung des Kreises zunächst mitgeteilt, dass nur eine Probe positiv auf Pferdefleisch getestet wurde — ausgerechnet von einem „unverdächtigen“ Produkt. Am Donnerstag korrigierte sich die Behörde: Auch alle verdächtigen Produkte seien positiv getestet worden. Dezernent Karsten Mankowsky räumte ein, dass der Kommunikationsfehler bei seiner Behörde lag: „Es lagen noch gar keine Ergebnisse vor.“
Für die falsch deklarierten Produkte im Neusser Kühlhaus gibt es keine vorgeschriebene weitere Vorgehensweise. Möglich wäre die Vernichtung der Produkte oder die Weiterverarbeitung zu Tierfutter. Wenn die Tiefkühlkost aber auch für Menschen völlig unbedenklich ist, könnte sie auch an kostenlose Essensausgaben für Bedürftige verteilt werden. Nur der Weg in den Handel ist quasi ausgeschlossen: Dazu der Aufdruck „mit Pferdefleisch“ auf die Verpackung. mst