Veranstaltungen in Meerbusch Dritte Stadtmeisterschaften im Mühlespiel

Lank-Latum · Am Samstag treffen sich Freunde des Mühlespiels in der Teloy-Mühle. Sogar aus Süddeutschland reisen Teilnehmer an. Gewinner und Zweitplatzierte erhalten ein Preisgeld.

Initiiator Michael Geke (v.l.), Silke Felkl und Franz-Josef Jürgens vom Heimatkreis laden zur Stadtmeisterschaft im Mühlespiel ein.

Foto: Anne Orthen

Am Samstag findet der alten Teloy-Mühle die Stadtmeisterschaft im Mühle spielen statt. Die Idee, in einer Mühle das bekannte Brettspiel zu spielen, kam von Michael Geke. Er ist selber begeisterter Mühle-Spieler. Mit diesem Vorschlag war er vor etwa zwei Jahren zum Heimatkreis in Lank-Latum gegangen. Aber von der Idee waren nicht alle Mitglieder im Verein begeistert. Einige waren skeptisch, ob ein Heimatkreis so etwas anbieten sollte. Doch Franz-Josef Jürgens, Vorsitzender des Vereins, und Silke Felkl, Geschäftsführerin des Heimatkreises, waren schnell überzeugt. „Wir als Heimatkreis wollen auch vermitteln, dass wir nicht so verkrustet sind, wie der ein oder andere vermutet“, sagt Jürgens. Deshalb ist es ihnen wichtig, offen für Neues zu sein. Das haben sie mit der Stadtmeisterschaft gezeigt und sie wurden dafür mit dem vollen Erfolg belohnt. „Wir haben Lob erfahren, dass wir uns jetzt auch so aufstellen“, sagt der Vorsitzende.

Finanzielle Unterstützung bekommen die Organisatoren von der Firma von Michael Geke. Bei der ersten Stadtmeisterschaft haben sie sogar extra eigene Mühlebretter herstellen lassen. „Wir waren überzeugt, dass wir die Veranstaltung nicht nur einmal machen, sondern dass sie auch gut ankommen wird“, sagt Geke. Und damit hatten sie recht. Schon zum dritten Mal findet am Samstag die Stadtmeisterschaft statt.

Die Veranstaltung beginnt immer mit einem Eröffnungsspiel. Vor zwei Jahren spielte Michael Geke gegen den Meerbuscher Bürgermeister Christian Bommers, letztes Jahr spielten dann gleich zehn Leute gleichzeitig gegen ihn, dieses Jahr tritt er gegen den Vorsitzenden des Meerbuscher Kulturkreises Lothar Beseler an.

Nach dem Eröffnungsspiel startet dann die Vorrunde. Im Schnitt nehmen 60 bis 80 Teilnehmer an der Meisterschaft teil. Die Veranstaltung hat sogar Menschen aus Süddeutschland erreicht. Begeisterte Mühle-Spieler aus Schweinfurt kommen dieses Jahr extra für die Stadtmeisterschaft nach Meerbusch. Sie haben sich vor einem Jahr per E-Mail an den Heimatkreis gewandt. Michael Geke ist gespannt auf die Schweinfurter. „Am allerliebsten würde ich mit denen eine Runde Mühle spielen“, sagt er.

Am Samstag wird es zwei Altersklassen geben. In der Ersten spielen die Zehn- bis 16-Jährigen, in der Zweiten alle, die älter als 17 Jahre sind. Es wird in Vierergruppen eins gegen eins gespielt. Jeder spielt also drei Spiele. Danach werden noch mal neue Gruppen gebildet. Die 16 Besten kommen ins Finale. Hier wird dann nach dem K.-O.-System gespielt. Wer verliert, ist raus. Im letzten Jahr waren in der jungen Altersklasse die zwei letzten Finalisten sehr ehrgeizig. „Es kamen einem die Tränen, wie ernst die beiden das genommen haben“, erzählt Jürgens. Es hätten sich sogar Fanklubs gebildet, die mit Plakaten ihren Favoriten anfeuerten. Der Gewinner und der Zweitplatzierte bekommen jeweils ein Preisgeld. Zusätzlich gibt es auch noch Sachpreise zu gewinnen, wie zum Beispiel Einkaufsgutscheine.

Trotz des Wettbewerbs sollen die Besucher vor allem Spaß haben. „Wir bieten während des gesamten Mühle-Tags auch freie Tische an, mit ganz vielen Mühlebrettern, wo jeder, der kommt, einfach mal mit jedem Mühle spielen kann“, sagt Geke. Auch wer lieber nur zuschauen möchte, kann am Samstag vorbeikommen. Es wird einen Grillstand geben und für Getränke ist auch gesorgt.

Auch nächstes Jahr soll wieder eine Stadtmeisterschaft im Mühlespiel stattfinden. „Solange die Leute mitmachen, die Teilnehmer Spaß haben und sich anmelden, steht auch die Organisation“, sagt Geke.

(jwa stz)