Der Wuppertaler Zoo gibt wie berichtet die Schimpansen Epulu und Kitoto an Zoos in Heidelberg und Antwerpen ab. Die Tierschützer der Organisation Peta sehen sich durch diese Maßnahme in ihrer jahrelangen Kritik an der Affenhaltung im Zoo bestätigt.
Sie stellen fest: „Peta hat die dortige Schimpansenhaltung bereits seit Jahren kritisiert und die Abgabe der beiden an eine geeignetere Einrichtung gefordert. Im Zoo Wuppertal mussten beide über 35 Jahre lang in einem nur etwa 50 Quadratmeter kleinen Betonbunker ausharren. Erst auf Druck der Tierrechtsorganisation bekamen sie zeitweise Zugang zu einem Außengehege.“ Man freue sich, dass Epulu und Kitoto nun endlich die Möglichkeit bekommen „ihr Leben mit mehreren Artgenossen und unter besseren Bedingungen zu verbringen“.
Auch das „Great Ape Project“ sieht sich nun bestätigt: Es habe die Abgabe an einen geeigneten Ort bereits seit Jahren gefordert. Die Tierrechtsorganisation weist jedoch darauf hin, dass die Verlegung der Tiere nicht im Interesse einer besseren Unterbringung erfolge. Sie schreibt: „Mit der jetzt plötzlich doch für möglich gehaltenen Abgabe der beiden Schimpansen wird deren Innengehege frei, in dem dann Bonobo Bili untergebracht werden kann, dessen geplante Integration in die Bonobo-Großgruppe auf ebenso fatale wie vermeidbare Weise fehlgeschlagen war.“ Die Schimpansen würden „abgeschoben, weil man ihr Gehege braucht“.
Die Tierschützer sind zudem gegen die Trennung von Epulu und Kitoto. „Dies könnte ihren Tod bedeuten.“ Red