So viel ist bekannt: Der studierte Islamwissenschaftler war zu Beginn seiner BND-Zeit in den deutschen Botschaften in Beirut und Damaskus beschäftigt. Aus dieser Zeit stammen seine guten Kontakte zu den Palästinensern. Seit zehn Jahren ist er der „Mann für die besonders schwierige Fälle“.
Konrad war schon 2004 dabei, als zwischen Israel und libanesischer Hisbollah ein Häftlingsaustausch ausgehandelt wurde. Schalit war ein besonders schwieriger Fall. Denn offiziell wird von deutscher Seite mit der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas nicht gesprochen. Konrad war deshalb seit Sommer 2009 mit „persönlichem Mandat“ unterwegs. Profitieren konnte er davon, dass der BND im Nahen Osten einen guten Ruf hat. Die Deutschen gelten als ehrliche Makler.