Reinold Würth: Der Umsiedler

Düsseldorf. Reinhold Würth, Milliardär und Gründer des gleichnamigen Schraubenkonzerns im baden-württembergischen Künzelsau, will neben der deutschen auch die österreichische Staatsbürgerschaft annehmen.

Den Unternehmer und Kunstmäzen zieht es nach Salzburg, das er zu seinem Altersruhesitz machen will. Künzelsau soll aber weiter Sitz des deutschen Konzerns bleiben, wie es hieß.

Zuletzt war mehrfach spekuliert worden, der Firmen-Patriarch wolle Baden-Württemberg verlassen. Als mögliche Gründe wurden seine Unzufriedenheit mit der deutschen Steuerpolitik und seine Verärgerung über die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen ihn wegen Steuerhinterziehung genannt. Im Sommer war die Justiz-Akte Würth gegen Zahlung eines Strafbefehls von mindestens 3,5 Millionen Euro geschlossen worden. Der Förderer der Kunst ist damit vorbestraft.

Würth beschäftigt weltweit 65 000 Menschen und hatte im vergangenen Jahr 8,49 Milliarden Euro umgesetzt. Auf der "manager magazin"-Rangliste der 300 superreichen Deutschen rangiert er auf Platz acht mit geschätzten 7,4 Milliarden Euro.