„Enkel Konrad Adenauers verlässt die CDU“ lauteten zu Beginn des Jahres die Schlagzeilen. Aus Protest gegen die Europapolitik der Christdemokraten, insbesondere ihr Ja zum Euro-Rettungsschirm, wechselte Stephan Werhahn (59) nach 40 Jahren Parteizugehörigkeit dann im Sommer zu den Freien Wählern.
Der gebürtige Neusser ist Mitglied des einflussreichen Werhahn-Clans. Der Mischkonzern der Familie erzielt einen Jahresumsatz von 2,5 Milliarden Euro. Werhahn, Sohn der Adenauer-Tochter Libeth, ist Gesellschafter der Werhahn KG, aber nicht im Unternehmen tätig.
Der Anwalt und Investmentbanker lebt seit 2007 in München. Werhahn will für Alternativen zum Euro-Rettungsschirm eintreten und dafür kämpfen, dass Deutschland nicht als „Haftungsmasse für Europa missbraucht“ werde. Mit ihm als Aushängeschild wollen die Freien Wähler den Sprung ins Parlament schaffen. uda