„Jahr für Jahr gibt es immer weniger dieser wunderschön schillernden Libellen in Deutschland. Mancherorts ist die Speer-Azurjungfer bereits ganz verschwunden“, sagte BUND-Libellenexpertin Heidrun Heidecke am Donnerstag. Das Tier lebe unter anderem in Mooren und ruhigen Teichen. Der Name stamme von einer Speer-ähnlichen Zeichnung auf dem Hinterleib der Männchen.
„In der neuen und 2013 erscheinenden Roten Liste wird die Speer-Azurjungfer erstmals als "stark gefährdet" eingestuft“, ergänzte Jürgen Ott von der Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen (Libellenkundler), die das Tier mit dem BUND zusammen ausgewählt hatte. Ursachen seien vor allem der Düngereintrag aus der Landwirtschaft in Gewässer und die Austrocknung der Lebensräume. Auch die intensive Teichwirtschaft beeinträchtige die Speer-Azurjungfer (Coenagrion hastulatum).