Der Wasserfloh habe 30 907 Gene und somit rund ein Drittel mehr als der Mensch, berichten die Forscher um John Colbourne von der Indiana University in Bloomington (USA). Die große Anzahl sei wahrscheinlich der Grund für die gute Anpassungsfähigkeit des Winzlings an wechselnde Umweltbedingungen, schreibt das Team im Journal „Science“. So bilde dieses Krebstier auch wesentlich schneller neue Gene als der Mensch.
Zudem seien viele der Gene von Daphnia pulex noch nie zuvor in der Tierwelt entdeckt worden, berichten die Wissenschaftler weiter. Die wenige Millimeter großen Wasserflöhe sind Nahrungsgrundlage für viele Tiere und spielen damit eine große Rolle im Süßwasser-Ökosystem. Sie können als Schutz vor Feinden eine Art Dornenkrone ausbilden, auf Chemikalien im Wasser reagieren und sich ungeschlechtlich vermehren.