Neuwahlen seien nicht geplant, vielmehr solle Vizeparteichef Sigurdur Ingi Johansson neuer Ministerpräsident werden.
Gunnlaugssons Name war in Zusammenhang mit den Enthüllungen der sogenannten „Panama Papers“ aufgetaucht. Demnach besitzt seine Frau Anteile an einer Briefkastenfirma auf den Britischen Jungferninseln. Er hatte seine Anteile für einen Dollar an sie verkauft. Gunnlaugsson bestritt, die Vermögenswerte den Finanzbehörden verheimlicht zu haben und hatte sich zunächst geweigert zurückzutreten.
Am Mittwochabend hatten den dritten Tag in Folge Tausende Isländer vor dem Parlament in Reykjavík demonstriert und den Rücktritt des Ministerpräsidenten gefordert.