Das wegen seines Atomprogramms diplomatisch isolierte Nordkorea hatte Südkorea zuletzt mehrfach aufgerufen, Militärgespräche zu führen. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte etwa einen entsprechenden Vorschlag während eines Kongresses der im Land herrschenden Arbeiterpartei vor rund zwei Wochen gemacht.
Südkorea hatte dem kommunistischen Regime jedoch vorgeworfen, dies könne nicht ernst gemeint sein, solange Nordkorea weiter nach Atomwaffen strebe. Auch am Samstag erklärte Südkoreas Verteidigungsministerium, Schritte zur Abschaffung von Kernwaffen sollten oberste Priorität haben, wenn es um einen Dialog gehe.
Die Spannungen in der Region hatten seit einem Atomtest Nordkoreas im Januar und einem umstritten Raketenstart zugenommen. Der UN-Sicherheitsrat hatte die Sanktionen gegen Pjöngjang Anfang März verschärft.