Zu dieser Auskunft habe das Verwaltungsgericht Berlin den Polizeipräsidenten auf Klage des Senders verpflichtet.
Der 24 Jahre alte Tunesier Amri hatte am 19. Dezember bei dem Terroranschlag in Berlin zwölf Menschen getötet und rund 50 teils schwer verletzt. Er wurde wenige Tage später auf der Flucht von Polizisten in Italien erschossen.
Laut schriftlicher Auskunft des Berliner Polizeipräsidenten wurde Amri zwischen Februar und Juni 2016 an 20 Tagen beim Betreten oder Verlassen der als Islamisten-Treffpunkt bekannten Fussilet-Moschee in Berlin-Moabit durch eine Observationskamera beobachtet, wie der rbb berichtete. Nach dem 15. Juni sei die Auswertung der Video-Observation vom Landeskriminalamt beendet worden. Am selben Tag habe das Landeskriminalamt im Gemeinsamen Terrorabwehrzentrum des Bundes und der Länder zu Protokoll gegeben, dass es „Operativmaßnahmen im bisherigen Umfang nicht mehr gewährleisten“ könne.
Gegenüber dem rbb habe die Berliner Polizei jetzt bestritten, die Observation wegen Personalmangels eingestellt zu haben, hieß es in dem Beitrag. Vielmehr habe sie „keine relevanten Hinweise“ auf die Vorbereitung einer gravierenden Straftat belegen können.