Damit wolle sie für mehr Lohngerechtigkeit sorgen, „ohne die Tarifautonomie zu beschneiden oder Bürokratiemonster zu erschaffen“.
Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes liegt die Gehaltslücke in Deutschland bei 22 Prozent. So erhielten Männer im Jahr 2013 einen durchschnittlichen Bruttolohn von 19,84 Euro, Frauen bekamen nur 15,56 Euro. Union und SPD hatten deshalb schon im Koalitionsvertrag ein Entgeltgleichheitsgesetz vereinbart. Vorgesehen sind eine größere Transparenz bei den Gehaltsstrukturen und eine bessere Bezahlung in typischen Frauenberufen. Einzelheiten sollen aber noch mit den Tarifparteien geklärt werden.
Am Donnerstag war Schwesig bereits mit Gewerkschaftsvertretern zusammengekommen, in den kommenden Wochen sind auch Gespräche mit den Unternehmen vorgesehen. „Schließlich soll das Gesetz in den einzelnen Betrieben umgesetzt werden“, erklärte die Ministerin. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) lobt das Vorhaben ausdrücklich. „Es ist gut und richtig, dass die Koalition die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen nicht länger hinnehmen will“, sagte DGB-Vize Elke Hannack der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag).