Damit wies er eine entsprechende Kritik von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) zurück. Es sei fragwürdig, wenn ein Stasi-Vernehmer, der politische Häftlinge drangsalierte, heute einfach so Leiter einer Polizeiwache in Brandenburg sei, sagte Jahn. Das zeige, wie nötig gründliche Aufarbeitung sei. Ihm gehe es „um Aufklärung und darum, dass sich die Täter zu ihrem Handeln, zu ihrer Verantwortung bekennen“.
Versöhnung setze voraus, so der Bundesbeauftragte weiter, dass sich die Täter ehrlich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen und glaubhaft bereuen. Zugleich unterstrich der Behördenchef: „Für die Aufarbeitung der Diktatur gibt es kein Verfallsdatum.“ Es werde noch Jahre dauern, bis die vielen von der Stasi geschredderten Akten zusammengesetzt seien.