Der Diplom-Psychologe und systemische Familientherapeut Björn Enno Hermans empfiehlt, einen solchen Wunsch so früh wie möglich offen anzusprechen: So haben alle Zeit, sich an den Gedanken zu gewöhnen, erklärt Hermans in der Zeitschrift „Eltern“ (Ausgabe Dezember 2017).
Ist die Enttäuschung bei Oma und Opa trotzdem groß, ist vielleicht ein Kompromiss möglich: Alle kommen am zweiten Weihnachtsfeiertag zusammen, oder die Großeltern besuchen die Kinder und Enkel.
Was dem Weihnachtsfest im kleinen Kreis oft im Weg steht, ist ein schlechtes Gewissen - zu unrecht, findet Hermans. „Wichtig ist, dass ich mir selbst die Erlaubnis geben kann“, sagt er. Wer weiß, was er für sich und seine Familie möchte, kann eher für seine Bedürfnisse einstehen.