Erklären lässt sich der Zusammenhang zwischen Kopf- und Nackenschmerzen durch Verbindungen zwischen dem Trigeminusnerv, der unter anderem für die Wahrnehmung von Schmerzen im Gesicht zuständig ist, und dem großen Hinterhauptnerv, der den Hinterkopf und den Nacken versorgt. Beide Nerven treffen im Gehirn aufeinander. Wird der Trigeminusnerv bei einem Migräneschub aktiviert, kann dies zu Schmerzen im Nacken sowie im Hinterkopf führen. Weil dieser Zusammenhang aber meist nicht erkannt werde, müssten Patienten oft unnötige Untersuchungen über sich ergehen lassen, erläutert Jürgens, der Mitglied der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) ist.
Treten die Beschwerden drei- bis viermal pro Monat auf, können Medikamente vorbeugen. Dabei würden neben Betablockern auch Antidepressiva, Epilepsiemedikamente und andere Wirkstoffe eingesetzt. Sinnvoll sei bei Migräne zudem regelmäßiger Ausdauersport.