Manche Durchfallinfektionen kommen Experten zufolge gehäuft zu bestimmten Jahreszeiten vor. Die Krankheitserreger machen außerdem bestimmten Altersgruppen besonders zu schaffen. So treten die jüngst in die Schlagzeilen geratenen Noroviren vor allem zwischen September und April auf. Sie treffen insbesondere Säuglinge und Menschen ab 60 Jahren. Das erläutert die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in Berlin. Sie beruft sich auf Daten des Robert-Koch-Instituts.
Das vor allem bei Eltern von Kleinkindern gefürchtete Rotavirus dagegen macht sich demnach stärker zwischen Dezember und Juni bemerkbar. Aber auch Senioren sind stärker von Rotaviren gefährdet. Bakterien wie Salmonellen und Campylobacter kommen vor allem zwischen Juni und November vor. Sie treffen besonders häufig Jungen und Mädchen im Kindergarten- und Schulalter.
Zwar lassen sich nach Einschätzung der DGVS auch künftig massenhafte Durchfallerkrankungen nicht vermeiden. Um aber die Ausbreitung der Krankheitserreger einzudämmen, sei gründliche Hygiene mit Desinfektion, Mundschutz und Einweghandschuhen unabdingbar. Betroffene sollten außerdem so schnell wie möglich zum Arzt gehen, um die Ursache ihrer Beschwerden abzuklären.