Eisen oder Kalzium etwa setzen möglicherweise die Wirkung von Schilddrüsentabletten herab, nennt Sophie Kolbe vom Arzneimittelberatungsdienst der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) in Dresden als Beispiel. Sie rät daher, sich vom Arzt oder Apotheker unbedingt auch zu frei verkäuflichen Präparaten und Nahrungsergänzungsmitteln beraten zu lassen.
Eine anonyme Auswertung von rund 2400 Beratungstelefonaten der UPD aus dem vergangenen Jahr ergab, dass beinahe jeder vierte Anrufer (23 Prozent) neben verschriebenen Medikamenten noch Vitaminpillen nimmt. Im Schnitt nehmen die Anrufer sieben verschiedene Präparate ein, je höher ihr Alter, desto zahlreicher die Medikamente.