Im Spätsommer lassen sich Kräuter gut vermehren. Darauf weist Maren Brennig von der Saarländischen Gartenakademie hin. „Thymian beispielsweise lässt sich gut durch Absenker vermehren.“
Das sind Sprosse, die noch an der Pflanze hängend mit Erde in Kontakt kommen und Wurzeln bilden. Es entsteht eine genetisch identische Pflanze. Der Hobbygärtner kann den Spross in eine Furche biegen, dort feststecken und mit etwas Erde bedecken. Haben sich Wurzeln gebildet, wird der Steckling von der Mutterpflanze getrennt.
Auch mit den langen Trieben von Rosmarin, Salbei und Winterbohnenkraut funktioniert das laut Brennig. Gartenkräuter werden in der Regel kontinuierlich abgeerntet. Das kommt nicht nur der Küche, sondern auch den Pflanzen zugute. „Durch das regelmäßige Runterschneiden vermeidet man Holzbildung und verjüngt die Pflanze damit immer wieder.“