Der gebürtige Schwabe ist Vorsitzender Richter des DFB-Bundesgerichts und leitet an diesem Freitag in Frankfurt/Main die Berufungsverhandlung zum Skandalspiel von Düsseldorf.
Die Verhandlung findet zwar in der DFB-Zentrale statt, das Bundesgericht ist ein Organ des DFB und Eilers ein langjähriger Angestellter des Verbandes. Aber in der Rechts- und Verfahrensordnung heißt es: „Die Mitglieder des Sportgerichts und des Bundesgerichts sind unabhängig. Sie sind nur dem geschriebenen und ungeschriebenen Recht des Sports sowie ihrem Gewissen unterworfen.“
Eilers war Richter am Amtsgericht Dieburg und Landgericht Marburg. Er war 1972 der erste hauptamtliche DFB-Justiziar, als der Verband auf den Bundesliga-Skandal reagierte. Bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden 2006 leitete der zugelassene Rechtsanwalt die Rechtsabteilung als Chefjustiziar. Eilers saß auch schon in Gremien der UEFA und war Richter am Internationalen Sportgerichtshof (CAS). Der Vater zweier Juristen gilt als akribischer Richter: Es könnte wieder eine lange Verhandlung werden in der Otto-Fleck-Schneise.