Streit mit Bayern Davies-Verletzung: Kanadischer Verband verteidigt sich

Ottawa · Die Umstände der schweren Verletzung von Bayern-Spieler Alphonso Davies sorgen weiter für Wirbel. Sein Heimat-Verband ist um Ausgleich bemüht, weist die Vorwürfe der Bayern aber zurück.

Alphonso Davies wird den Bayern lange fehlen

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Der kanadische Fußballverband hat sich gegen die Vorwürfe des FC Bayern wegen der schweren Verletzung von Alphonso Davies verteidigt. Der kanadische Starspieler hatte sich beim 2:1 gegen die USA am vergangenen Sonntag einen Kreuzbandriss zugezogen und wird monatelang fehlen.

Kanadischer Verband widerspricht Bayern

„Die medizinischen Unterlagen bestätigen, dass die Behandlungsprotokolle ordnungsgemäß eingehalten wurden“, sagte ein Verbandssprecher dem Online-Dienst „The Athletic“. „Kommunikationsprotokolle zeigen, dass unser medizinisches Personal den FC Bayern München während des gesamten Turniers stets auf dem Laufenden gehalten hat“, sagte der Sprecher weiter.

Der Moment, in dem sich Alphonso Davies verletzte

Foto: Ringo Chiu/ZUMA Press Wire/dpa

Der Rekordmeister hatte eine Klage gegen den Verband angekündigt. Demnach seien die Bayern bei Davies nicht von einer schweren Verletzung ausgegangen. Erst nach dessen Rückkehr hatte sich ein Kreuzbandriss offenbart.

„Einen offensichtlich verletzten Spieler mit einem angeschlagenen Knie ohne fundierte medizinische Abklärung auf einen zwölfstündigen Interkontinental-Flug zu schicken, ist aus unserer Sicht grob fahrlässig und ein klarer Verstoß gegen die medizinische Sorgfaltspflicht“, hatte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen der „Bild“ gesagt. Zudem habe Davies schon vor dem Spiel über muskuläre Probleme geklagt.

Erneuter Kontakt zum FC Bayern

Der kanadische Verband ist nun bemüht, die Wogen zu glätten. „Wir alle konzentrieren uns darauf, Alphonso in den kommenden Monaten zu unterstützen“, sagte der Sprecher. Demnach habe man vor diesem Wochenende „erneut mit dem FC Bayern München gesprochen, um ihnen Kontext und Details zu liefern und Missverständnisse auszuräumen“.

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(dpa)