Ohne Happy End in Form des wichtigsten Titels im Vereinsfußball endete für den 20-Jährigen, der vor zwölf Jahren als kleiner Knirps zum BVB gekommen und dort zum internationalen Star gereift war, die Zeit bei der Borussia. Champions-League-Sieger dürfen sich stattdessen seine neuen Mitspieler beim FC Bayern nennen.
Die Qual, im wichtigsten Spiel der jungen Karriere aufgrund des Muskelfaserrisses aus dem Halbfinale gegen Real Madrid zuschauen zu müssen, stand Götze auf der Tribüne des Wembley-Stadions ins Gesicht geschrieben. Der Mittelfeldstar zitterte, hoffte und jubelte, als Ilkay Gündogan der Ausgleich gelang. Am Ende litt er wie seine Kollegen. Dass der BVB überhaupt nach London reisen durfte, war zu einem großen Teil auch sein Verdienst. Mit starken Leistungen, zwei Toren und sieben Torvorlagen gehörte der gebürtige Allgäuer zu den Schlüsselspielern im BVB-Team. Beim Finale war er nur noch Mitglied der Reisegruppe, aufgrund einer Zahnbehandlung war er ohnehin erst am Samstag angereist. Ein krönender Abschied sieht anders aus.