Regionalliga Lewejohann: „Jetzt erst recht“

Trainer und Mannschaft des KFC wollen trotz des Punktabzugs die Herausforderung meistern.

KFC-Trainer René Lewejohann ist fest entschlossen, sich mit seinem Team gegen den Abstieg zu stemmen.

Foto: Brauer

Trotz aller Negativ-Schlagzeilen und des eröffneten Insolvenzverfahrens wird beim KFC Uerdingen am Freitagabend ab 19.30 Uhr der Ball rollen. Der Fußball-Regionalligist gastiert am 28. Spieltag in der Home-Deluxe-Arena bei der Zweitvertretung des Fußball-Zweitligisten SC Paderborn. Dass der Fokus in dieser Woche nicht ausschließlich auf dem Sportlichen gelegen habe, liege laut KFC-Trainer René Lewejohann auf der Hand, dennoch seien seine sowie die Blicke der Mannschaft ausschließlich auf die sportliche Zukunft gerichtet: „Ich versuche mich, so intensiv wie möglich, nur mit dem Sportlichen auseinanderzusetzen, weil die Aufgabe, die auf uns wartet, sehr reizvoll ist, etwas zu schaffen, was bundesweit seinesgleichen suchen würde.“

Sieben Punkte Rückstand nach dem insolvenzbedingten Abzug

Sieben Punkte Rückstand haben die Uerdinger nach dem insolvenzbedingten Abzug von neun Punkten derzeit auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Eine Situation, mit der Lewejohann gemeinsam mit seiner Mannschaft differenziert umgehe. Angesichts des Punktabzugs sowie der weggefallenen Punkte durch den Rückzug von Türkspor Dortmund und die aberkannten Punkte aus dem Derby-Sieg gegen Wuppertal, sehe Lewejohanns anspornende Rechnung ein wenig anders aus, wie der Cheftrainer erläutert: „Diese Punkte rechne ich mal mit drauf, dann wären wir jetzt bei 30 Punkten und hätten als Aufsteiger eine bis hierhin mehr als respektable Runde gespielt.“

Lewejohann: „Dieses Drama spielen wir bis zum Schluss durch“

Erscheint die Situation des KFC Uerdingen außerhalb des Platzes in Negativ-Schlagzeilen und unklaren Zukunftsszenarien getränkt zu sein, gab die sportliche Leistung des vergangenen Wochenendes wieder allen Grund zur Hoffnung. Beim 3:2 über die Zweitvertretung des 1. FC Köln feierte der KFC den ersten Sieg im Jahr 2025 und hätte sich ohne Punktabzug in der Tabelle wieder oberhalb der Abstiegsplätze wiedergefunden. Besonders der späte Siegtreffer von Ufumwen Osawe in der Nachspielzeit sorgte bei allen blau-roten Fans sowie der Mannschaft für einen emotionalen Ausbruch, der nach der Einschätzung Lewejohanns perspektivisch hilfreicher als ein möglich gewesener deutlicher Heimsieg sein könnte: „Ich habe schon den Begriff charakterlos gehört. Dieses Charakterlose haben wir gezeigt, das macht mich sehr stolz“, fügt der Cheftrainer in sarkastischem Unterton an.

Der nächste Akt des KFC-Dramas wird sich in Paderborn bei einer spielstarken Zweitvertretung abspielen, die sich mit 32 Punkten aus 25 Spielen im gesicherten Tabellenmittelfeld befindet, wie der 3:1-Hinspielsieg des KFC beweist, aber durchaus schlagbar scheint. Anders als im Hinspiel erwarte der Uerdinger Übungsleiter ein Spiel auf Augenhöhe mit einem engen, möglicherweise wilden Spielverlauf. Mit Blick auf den nächsten Akt im KFC-Drama und die verbleibende Spielzeit gibt Lewejohann vor: „Irgendwo sind wir ja Drama diese Saison, und dann spielen wir dieses Drama bis zum Schluss durch.“

Die WZ wird die Begegnung des KFC mit einem Live-Ticker ab 19 Uhr live aus Paderborn begleiten, Anstoß ist um 19.30 Uhr.