Knapp zwei Drittel der Befragten gaben an, das „Sommermärchen“ sei durch die Vorwürfe nicht zerstört. Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hatte im Auftrag der Kommunikationsagentur Ketchum Pleon von Donnerstag bis Freitag 1023 Teilnehmer befragt. Die meisten Befragten lassen sich ihre WM-Erinnerung offenbar auch dadurch nicht verderben, dass sie Manipulationen bei der WM-Vergabe für plausibel halten: 55 Prozent gaben an, die Berichte des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ seien glaubwürdig.
Der „Spiegel“ hatte vergangene Woche über eine ominöse Zahlung des DFB von umgerechnet 6,7 Millionen Euro an die FIFA geschrieben und nahegelegt, die WM 2006 sei gekauft worden. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach wies die Vorwürfe zurück. Seiner Darstellung nach handelte es sich bei der Zahlung um eine Provision für einen FIFA-Zuschuss.