Beim ersten Saisonsieg der Weißrussin Darja Domratschewa (1 Fehler) war Miriam Gössner als Neunte beste Deutsche. Zwar lieferte die Bayerin erneut eine Top-Laufleistung ab, vier Strafrunden waren jedoch zu viel. „Das ist schon einmal ein Fehler weniger als in Östersund. Wenn ich mich weiter so steigere, bin ich bei der WM in Topform“, sagte sie nach ihren vier Fehlschüssen.
Hätte Gössner so wie die achtmalige Weltmeisterin Henkel geschossen, sie hätte das Rennen am Freitag als Siegerin beendet. „Das ist ein kleiner Trost. Aber wir machen Biathlon und keinen Langlauf. Die große Baustelle bei der Miri bleibt mit dem Schießen bestehen“, sagte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig. Am Vortag hatte seine Mannschaft die Diskussion um die Lücke, die der Rücktritt der Rekord-Weltmeisterin Magdalena Neuner hinterlassen hat, für beendet erklärt - doch das Leistungsloch ist noch lange nicht geschlossen.
Somit geht Gössner mit einem Rückstand von 44 Sekunden auf Domratschewa in das Verfolgungsrennen. Platz zwei im Sprint sicherte sich die Finnin Kaisa Mäkäräinen (1 Fehler/+ 4,7 Sekunden) vor der dreimaligen Östersund-Siegerin Tora Berger aus Norwegen (1/12,9).
Nadine Horchler (Willingen) zeigte mit nur einem Fehlschuss eine gute Leistung und wurde 13. (+ 50,0). Die zweimalige Olympiasiegerin Henkel hatte nach zwei Strafrunden als 17. einen Rückstand von 58,4 Sekunden auf die Spitze. Bachmann (Schmiedeberg) leistete sich vier Strafrunden und landete mit über zwei Minuten Rückstand auf Rang 48, einen Platz dahinter folgte Carolin Hennecke (Willingen/2 Fehler). Juliane Döll (Oberhof) verpasste als 65. die Verfolgerqualifikation.