Scholz gilt als Befürworter eines Mitte-Kurses mit einer Schärfung des wirtschaftspolitischen Profils. Der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel rückt als einer von fünf Vizes neu in die engere Parteiführung auf.
Der 44-Jährige erhielt eine Zustimmung von 88,9 Prozent. Er ersetzt Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, der nicht mehr kandidiert hatte. Von allen fünf Stellvertretern erzielte Schäfer-Gümbel das beste Ergebnis. Neben Scholz mussten auch Hannelore Kraft, Aydan Özoguz und Manuela Schwesig schlechtere Ergebnisse als beim letzten Mal verkraften.
Kraft bekam 85,6 Prozent Zustimmung (2011: 97,2 Prozent), Özoguz erhielt 79,9 Prozent (2011: 86,8), und Schwesig kam auf 80,1 Prozent Zustimmung (2011: 82,9). Am Donnerstag war bereits SPD-Chef Sigmar Gabriel mit einem Dämpfer für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt worden war, er erhielt 83,6 Prozent Zustimmung.