Der Elysée-Vertrag besiegelte nach langer „Erbfeindschaft“ und verlustreichen Kriegen die Aussöhnung der Nachbarländer und hat sie seitdem immer mehr zusammengeführt.
In dem Vertrag verpflichten sich die Regierungen zu Konsultationen in allen wesentlichen Fragen der Außen-, Sicherheits-, Jugend- und Kulturpolitik. Beide Seiten setzen Koordinatoren für die deutsch-französische Zusammenarbeit sowie Bevollmächtigte für kulturelle Angelegenheiten ein. Der Unterzeichnung des am 2. Juli 1963 in Kraft getretenen Vertrages folgte am 5. Juli 1963 die Vereinbarung für ein Deutsch-Französisches Jugendwerk.
Der Elysée-Vertrag wurde später durch zwei Protokolle geändert: 1988 setzten Kanzler Helmut Kohl und der französische Präsident François Mitterrand Räte zur Abstimmung von Verteidigungsinteressen sowie der Wirtschafts- und Währungspolitik ein. Zur Erinnerung an das historisch bedeutsame Abkommen wird seit 2003 jedes Jahr am 22. Januar der „Tag der deutsch-französischen Freundschaft“ gefeiert.