Hannover/München/Berlin (dpa). Die Beschäftigten, die sich jetzt um dringende familiäre Dinge kümmern müssten, könnten von der Geschäftsführung freigestellt werden, teilte Volkswagen mit. Reisen nach Japan seien bis auf weiteres abgesagt. Mitarbeiter, die mit ihren Familien ausreisen möchten, könnten dies tun. Ein Flug werde organisiert.
Wie viele sich für eine Heimreise entschieden haben, konnte der Sprecher noch nicht sagen. Volkswagen unterhält kein Werk in Japan. Es gibt ein Technikcenter in Tokio, eine Vertriebsgesellschaft in Toyohashi und ein gemeinsames Büro mit Suzuki in Hamamatsu.
Der VW-Konzern ist an Suzuki beteiligt. Auf die Produktion von Volkswagen etwa wegen möglicherweise ausbleibender Zulieferteile gebe es bislang keine Auswirkungen. Was, in welchem Volumen und an welche Standorte Volkswagen Lieferungen aus Japan erhält, dazu machte der Sprecher keine Angaben.
Siemens empfahl den Mitarbeitern, sich strikt an die Sicherheitsmaßnahmen und Evakuierungspläne der Behörden in Japan zu halten. Die Mitarbeiter hätten auch die Möglichkeit, das Land zu verlassen. Inwiefern Siemens wirtschaftlich von der Katastrophe betroffen ist, konnte ein Sprecher noch nicht sagen.
Der Spezialchemiekonzern Lanxess meldete, keiner der rund 100 Mitarbeiter in Japan sei bei der Katastrophe verletzt worden. Etwa ein Drittel der Belegschaft sei inzwischen wieder im Büro in Tokio. Akute Stromprobleme gebe es nicht. Lanxess, in Japan an drei Standorten vertreten, stellt in dem Land Kautschukchemikalien her.