Im asiatischen Handel warder Euro zeitweise unter die Marke von 1,30 Dollar gefallen, um sich imTagesverlauf wieder etwas zu erholen. Am Freitag hatte der Euro noch über derMarke von 1,31 US-Dollar gelegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte denReferenzkurs am Montag auf 1,3033 (Freitag: 1,3132) Dollar festgesetzt. DerDollar kostete damit 0,7673 (0,7615) Euro.
"Vor allem die nach den Wahlen schwierige politische Konstellation inGriechenland hat den Euro belastet", sagte Ralf Umlauf, Devisenexperte bei derLandesbank Hessen-Thüringen (Helaba). In Griechenland können Konservative undSozialisten weder alleine noch zusammen weiter regieren. Bisher hat sich abernoch keine weitere Partei bereit erklärt, eine mögliche neue Regierung zubilden. Es gibt derzeit im neuen griechischen Parlament keine Mehrheit mehr fürden mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und EU vereinbarten Spar- undReformkurs. Das Wahlergebnis in Frankreich hat laut Umlauf hingegen keine sogroße Rolle gespielt. "Der Wahlsieg des Sozialisten Francois Hollande warbereits zuvor erwartet worden."