Der Dollar kostete damit 0,7074 (0,7037) Euro.
"Vor allem die derzeit politisch schwierige Lage in Portugal lastet auf demEuro", sagte Stephan Rieke Devisenexperte von der BHF-Bank. Im hochverschuldeten Portugal dürfte laut Beobachtern das neueste Sparprogramm derRegierung im Parlament keine Mehrheit finden. Für diesen Fall hat der Chef derMinderheitsregierung, der Sozialist José Socrates seinen Rücktritt angedroht.Angesichts dieser Unsicherheit sind auch die Risikoaufschläge für portugiesischeAnleihen merklich gestiegen. Die Abstimmung ist noch für diesen Mittwochvorgesehen.
Eine dauerhafte Belastung für den Euro erwartet Rieke jedoch nicht. Am Marktwerde bereits erwartet, dass Portugal Hilfe aus dem europäischen Rettungsschirmin Anspruch nehmen muss. "Entscheidend ist vielmehr, dass Spanien keine Hilfebraucht und hier sind die Aussichten ganz gut." Enttäuschend ausgefallene Datenzum Wohnungsmarkt der USA wurden am Nachmittag weitgehend ignoriert.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einenEuro auf 0,86990 (0,86780) britische Pfund , 114,42 (115,15)japanische Yen und 1,2746 (1,2843) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London amNachmittag mit 1.439,50 (1.426,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete31.940,00 (31.660,00) Euro./jsl/ksb