Demnach hat sich der Anteil der Unternehmen mit Flüchtlingen unter den Mitarbeitern zwar innerhalb eines Jahres von 7 auf 22 Prozent verdreifacht, doch die Mehrheit der befragten Firmen (58 Prozent) hat noch keine Asylbewerber angestellt. Die Firmen, die Flüchtlinge beschäftigen, tun das in vielen Fällen mit Praktika (43 Prozent) oder Hilfsjobs (40 Prozent). Ein Drittel hat außerdem Flüchtlinge als Lehrlinge beschäftigt, lediglich acht Prozent als Facharbeiter.
Die Firmen, die Erfahrungen mit Flüchtlingen haben, klagen über bürokratische Hürden, darunter die Frage des Aufenthaltsstatus und das Beschäftigungsverbot für Asylbewerber aus sicheren Herkunftsländern. Weitere Hemmnisse seien die Dauer der behördlichen Verfahren und die notwendige Zustimmung für die Einstellung von Asylbewerbern.
Knapp ein Fünftel der befragten Personalchefs (19 Prozent) sieht keine Einsatzmöglichkeit für Flüchtlinge in ihren Unternehmen - wegen der Anforderungen bei Sprache, Qualifikation oder anderer Faktoren. Auftraggeber der Umfrage war die Zeitarbeitsfirma Randstad. Befragt wurde laut ifo-Institut eine repräsentative Mischung der deutschen Wirtschaft mit Großunternehmen, Mittelständlern und Kleinunternehmen aus sämtlichen Branchen mit Ausnahme der Bauwirtschaft.