Händler sprachen von Gerüchten über einen bevorstehenden Rücktritt von Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi. Die EZB hatte den Euro-Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,3773 (Donnerstag: 1,3773) Dollar festgesetzt.
Belastend wirkte im Vormittagshandel zunächst eine Verschärfung der Lage am italienischen Anleihemarkt. Dort stieg die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen erstmals seit der Euro-Einführung über die Marke von 6,5 Prozent. Der Risikoaufschlag zu deutschen Staatspapieren kletterte entsprechend auf einen Rekordstand.
Auftrieb erhielt die Gemeinschaftswährung im Verlauf von Gerüchten, wonach Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi vor dem Rücktritt steht. Bereits zuvor war die Unterstützung für Berlusconi im Parlament zusehends geschmolzen. Italien ist nach Griechenland das am höchsten verschuldete Euro-Land und steht seit Wochen an den Finanzmärkten unter Druck.