Computer- und Videospiele Gamescom bleibt in Köln - Vertrag verlängert

Köln · Köln wird auch in den kommenden Jahren Besuchermagnet für bunt kostümierte Cosplayer und andere Gamingfans sein: Die Gamescom bleibt, wo sie ist. Befürchtungen über einen Abschied zerschlugen sich.

Bei der Gamescom strömen zehntausende Menschen durch die Kölner Messehallen und probieren neue Games aus.

Foto: Oliver Berg/dpa

Die weltgrößte Video- und Computerspiel-Messe Gamescom bleibt in Köln. Der Verband Game und die Koelnmesse gaben bekannt, dass der Vertrag über die Zusammenarbeit langfristig verlängert worden sei. Um wie viele Jahre es geht, wurde nicht mitgeteilt. Die bislang letzte Vertragsverlängerung war 2019 gewesen. Vermutungen, dass die seit 2009 in Köln stattfindende Messe nach Berlin oder eine andere Stadt umziehen könnte, bewahrheiten sich nicht.

Man wolle die Erfolgsgeschichte Gamescom mit der Koelnmesse fortschreiben, sagte Game-Vorstandsvorsitzender Lars Janssen. „So dynamisch, innovativ und wachstumsstark wie der Games-Markt wird dabei auch die Gamescom bleiben.“ NRW-Medienminister Nathanael Liminiski (CDU) wertete die Vertragsverlängerung als Auszeichnung für den Standort. „Wir wollen den Megatrend der Gamification aus Köln und Nordrhein-Westfalen heraus weltweit mitgestalten.“

Rekordwert bei den Klicks im Internet

Das Gamescom-Logo wird auch künftig auf dem Kölner Messegelände zu sehen sein.

Foto: Oliver Berg/dpa

Die Gamescom hatte im vergangenen August 335.000 Besucherinnen und Besucher. Das war zwar weniger als im Rekordjahr 2019, damals allerdings sorgte das Gedränge der 373.000 Besucher für reichlich Frust - einen neuen Besucher-Höchstwert strebt die Messe daher gar nicht mehr an.

Im Internet ist die Veranstaltung hingegen auf Rekordkurs, 2024 verzeichnete die Gamescom im Netz mehr als 500 Millionen Video-Aufrufe und damit so viele wie noch nie. Vor Ort zeigten 1462 Ausstellende aus 64 Ländern neue Games, Hardware und innovative Dienstleistungen. In diesem Jahr findet sie vom 20. bis 24. August statt.

Im Digitalzeitalter hat die Gamingbranche großes Wachstumspotenzial, sie ist auch wichtig für die Entwicklung und Nutzung von Virtual-Reality-Technik und Künstliche-Intelligenz-Anwendungen - solche Kompetenzen spielen wiederum in anderen Wirtschaftsbereichen eine große Rolle. Daher gilt die Gamingbranche als Innovationsmotor für die Wirtschaft generell. Deutsche Studios und Produzenten spielen in der globalen Branche bislang allerdings eine Nebenrolle.

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(dpa)