Kofler, geboren 1947 in Villach, wurde durch seine Collage- und Montagetechniken bekannt. Zu seinen Werken zählen „Örtliche Verhältnisse“ (1973), „Herbst, Freiheit“ (1994), das Theaterstück „Tanzcafe Treblinka“ (2001) und „Kalte Herberge“ (2004). Ein wichtiges Thema Koflers war Gesellschaftskritik, insbesondere die Verdrängung der Nazi-Vergangenheit Österreichs.
Kofler erhielt Auszeichnungen wie den Kärntner Landeskulturpreis oder das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. Die österreichische Kulturministerin Claudia Schmied würdigte ihn als unübertroffenen Meister des literarischen Angriffs. Kofler habe die „Moderne in ihren Fesseln“ beschrieben und sei dabei stilistisch immer neue Wege gegangen. „Seine vollkommenen Prosastücke machen den Blick auf die politische und gesellschaftliche Wirklichkeit frei, so dass uns Lesern das Lachen im Hals stecken bleibt.“