„Diese beiden Einflussfaktoren bedrohen heute die Freiheit“, sagte der 54-Jährige am Mittwoch im Deutschlandradio Kultur. Er hatte jüngst seinen Roman „Angst“ vorgelegt. Eigentlich habe er eine Art Neufassung des Romans „1984“ von George Orwell schreiben wollen. Bei der Recherche sei ihm aber klar geworden, dass die Bedrohung heute nicht mehr - wie bei Orwell - vom Staat ausgehe.
Darum habe er „Angst“ in der Finanzwelt angesiedelt. Und beim Börsenhandel spielten Computer heute eine große Rolle. „Ich habe in der Tat das Gefühl, dass wir Menschen zunehmend zu den Geschöpfen und Sklaven der Maschinen werden“, sagte der studierte Historiker. Das Zusammenprallen der Gier der Finanzmakler und der Intelligenz der Wissenschaftler führe dazu, dass ein „Frankenstein-Monster“ geboren werde, das von den Finanzmärkten Besitz ergreife.
Das Buch „Angst“ erzählt von Turbulenzen an den Börsen, ausgelöst durch ein Computerprogramm.