Auch viele Geschäfte gestalteten Teile ihrer Schaufenster als Gruß an die 20 000 erwarteten Gäste aus aller Welt mit düsteren Motiven oder steckten ihre Schaufensterpuppen in altmodische schwarze Spitzenreifröcke.
Bis zum Pfingstmontag stehen zahlreiche Veranstaltungen an 50 Orten quer durch die Stadt auf dem Programm. Hauptattraktion sind die Konzerte von mehr als 200 Bands, darunter Szene-Größen wie Abney Park, Das Ich, And One oder Lacrimosa. Anlässlich des Wave-Gotik-Treffens zeigt die Stasi-Gedenkstätte „Runde Ecke“ eine Ausstellung über die schwarze Szene in der DDR und die Beobachtung der Subkultur durch die Staatssicherheit.
Zudem sind überall in der Stadt Lesungen aus Büchern mit Titeln wie „Totsein ist OK“ oder „Gespräche mit Goth“ geplant. Auch Friedhofsführungen und Stricknachmittage werden angeboten. Für drei Aufführungen von Wagner-Opern wurden den Festivalgängern jeweils 100 Plätze reserviert. Das Wave-Gotik-Treffen gastiert seit 1992 in Leipzig und gilt als eines der größten Treffen der Szene in Europa.