Heinrich-Heine-Gymnasium in Mettmann Die Eltern rocken und spenden

Mettmann · 300 Personen feierten bei der Elternparty am HHG für einen guten Zweck.

Spende der HHG-Eltern an die Tafel Mettmann und den HHG-Förderverein: Anja Nagel überreichte den Scheck an Tafel-Chef Simon Wilde.

Foto: Köhlen, Stephan (teph)

(dne) Ganz schön dreist – diese Eltern: Kinder und Jugendliche waren nicht zugelassen bei „Heinrich Rocks“ – der Party für Eltern und Lehrer in der Aula des Heinrich-Heine-Gymnasiums, HHG. Die toll geschmückte Aula und DJ Nully warteten auf Eltern und Lehrende.

Und denen musste man dieses Angebot nicht zwei Mal machen: Rund 300 Karten wurden bereits vorab für den Partyabend verkauft. Eine Abendkasse gab es nicht. Gemeinsam mit den Einnahmen aus dem Getränkeverkauf wurden daraus zwei große Spendenschecks. Die Tafel Mettmann bekommt 2000 Euro. Der Förderverein des HHG bekommt 1000 Euro. Und die Feier-Biester von Metzkausen bekommen obendrein ein Versprechen: Die Eltern-Party wird noch in diesem Jahr wiederholt, weil es so viel Spaß gemacht hat. Vermutlich im Herbst.

Anja Nagel und vier weitere HHG-Mütter hatten die Idee. Am Ende gab es rund 50 Personen, die die Schulrevivalparty möglich gemacht haben. „Eigentlich wollten wir eine große Spende an den Förderkreis geben. Aber die Tafel Mettmann kann jeden Cent gebrauchen. Deshalb haben wir den Betrag aufgeteilt“, sagt Anja Nagel im Namen von allen, die das Unmögliche möglich gemacht haben. Wie bereits berichtet, muss die Tafel am Jahresende nach sieben Jahren die Räume Am Hügel 4 verlassen und umziehen. Deshalb nahm Tafelchef Simon Wilde am Dienstag den Spendenscheck hocherfreut entgegen. Was mit den 1000 Euro in der Schule passiert, muss der Förderkreis noch festlegen.

Es gibt intern noch einen Besichtigungstermin für Räume, die für die Tafel in Frage kommen könnten. Doch bislang haben sich alle Angebote bei genauerem Hinsehen dann doch als ungeeignet erwiesen. „Wir wenden uns erneut an die Öffentlichkeit und appellieren an die Solidarität der Mettmanner Bürgerinnen und Bürger, Institutionen und Unternehmen“, hatte Moritz Klees, Leitung Gesundheit, Soziales & Integration der Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf Mettmann zur Monatsmitte appelliert. „Es ist nicht einfach, geeignete Räumlichkeiten zu finden, doch wir sind zuversichtlich, dass wir zusammen – evangelische Kirchengemeinde Mettmann, Diakonie und die Mettmanner Gemeinschaft – eine Lösung finden werden.“

Gesucht werden mindestens 300 Quadratmeter Nutzfläche, eine großzügige Außenfläche, Pkw-Stellplätze und eine breite Zufahrt für Transporter. Zudem sollten die Räume für die Kunden der Tafel gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein und eine bezahlbare Miete aufweisen. Der Umzug wird ein Kraftakt, sagt Tafel-Chef Simon Wilde. So kann vermutlich das Kühlhaus nur zu Teilen mit umziehen. Und in einer neuen Einrichtung werden neue, leicht sauber zu haltende Tische und Auslagen gebraucht. „Deshalb tragen wir zurzeit so viele Spenden zusammen wie möglich. Und sind den Eltern des HHG sehr dankbar“, so Wilde.

(hup)