Der genannte Jugendliche war bereits unmittelbar nach dem Brand ins Visier der Polizei geraten, die den Verdacht gegen ihn aber nicht erhärten konnte. „Es sind damals über 80 Alibis überprüft worden. Ein konkreter Tatverdacht hat sich nicht ergeben.“ Nun versuchen die Ermittler herauszufinden, wer die handschriftlichen Zeilen an den Richter verfasst hat.
Ein Unbekannter hatte am 14. Februar vergangenen Jahres ein Feuer unter einer 67 Meter langen Brücke gelegt, über der der Autobahnverkehr floss. Durch den dichten Qualm verursachte der Täter eine Massenkarambolage von 21 Autos. Dabei starb ein Autofahrer, 13 Menschen wurden verletzt. Die Brücke musste als Totalschaden abgerissen werden. Durch bis zu 1000 Grad Brandhitze hatte der Stahl im Beton seine Tragkraft verloren.
Wochenlang staute sich der Verkehr durch die vollgesperrte Autobahn auf den Umgehungsstraßen der Region. In unmittelbarer Nähe des Brandortes war ein von Jugendlichen gestohlener Kleintransporter gefunden worden. Der Brandstifter soll einer der Jugendlichen sein, die auch am Diebstahl des Busses beteiligt waren.
Der Fund des gestohlenen Wagens war damals als vielversprechende Spur eingestuft worden. Knapp vier Stunden vor dem Ausbruch des Feuers war der Transporter dort verlassen aufgefunden worden. dpa/lnw