So liest sich zumindest das aktuelle Postulat dreier Umweltverbände, die es nach dem ebenso peinlichen wie würdelosen Dauertheater um den Rad- und Wanderweg jetzt eigentlich besser wissen müssten: Was in Hattingen und Sprockhövel mittlerweile seit Jahrzehnten hervorragend funktioniert, bleibt in Wuppertal umkämpft wie eh und je - und auch im Ruhrgebiet schüttelt man einmal mehr fassungslos die Köpfe: Da ist ein hervorragend ausgebauter Rad- und Wanderweg durch eine faszinierende Großstadt in greifbarer Nähe, bezuschusst mit Millionenbeträgen - und in der Stadt der Schwebebahn wird mit Säbeln gerasselt wie zu Kaisers Zeiten, weil man ein Gesicht wahren muss, das keiner mehr sehen will: Tausende "Normalbürger", die sich diesseits und jenseits des Tunnels Schee einfach nur auf einen wunderschönen Rad- und Wanderweg freuen, ziehen ihre Lehren daraus - und wenden sich ab.
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